
Wie du emotional gut durch die Feiertage kommst
Ein ehrlicher Leitfaden für Weihnachten (und alle Feiertage, die schwerfallen)
Lass uns hier anfangen: Wenn du dich gerade nicht "festlich" fühlst — ist mit dir nichts falsch.
Du bist nicht zu spät dran. Du hast nicht versagt. Und du verpasst auch nichts.
Diese Zeit des Jahres bringt einen riesigen Erwartungsdruck mit sich:
Freude zu empfinden. Dankbar zu sein. Umgeben zu sein von Familie und Freunden. Alles im Griff zu haben.
Aber die Wahrheit ist:
Für viele Menschen ist diese Zeit schwer. Sie kann Trauer auslösen. Ärger. Erschöpfung. Einsamkeit.
Sie bringt alte Wunden hoch, finanziellen Stress, emotionale Überforderung.
Deshalb ist das hier kein Blog über die perfekte Weihnachtszeit (oder andere Feiertage). Das hier ist deine Erlaubnis, es anders zu machen. In deinem Tempo. In deiner Wahrheit. Mit deinem Herzen im Blick.
1. Wenn du die Feiertage allein verbringst...
Vielleicht hast du dich bewusst dafür entschieden. Vielleicht ist es einfach so gekommen.
So oder so:
Du darfst diese Tage mit dir selbst verbringen.
Nicht um "durchzuhalten", dich abzulenken oder dich zu betäuben.
Sondern um zu fragen:
👉 "Wie kann ich diesen Tag für mich wertvoll machen?"
Ideen:
Schreib einen Brief an dein Zukunfts-Ich
Koch dir was richtig Gutes
Geh raus und atme die Stille
Zünde eine Kerze nur für dich an
Es geht nicht darum, wie der Tag aussieht. Sondern wie er sich für DICH anfühlt.
2. Wenn du bei Familie bist — und es ist einfach viel
Feiertage beseitigen keine Spannungen. Sie machen sie sichtbarer.
Wenn du dich emotional ausgewrungen fühlst, obwohl viele Menschen um dich sind:
Du bist nicht allein.
Wenn es kracht:
Mach Pause. Atme tief durch. Zähl von 10 bis 0.
Dann sag etwas wie:
"Lass uns das später klären. Wie können wir heute gemeinsam etwas mehr Ruhe reinbringen?"
Du darfst Abstand nehmen.
Du musst nicht alles reparieren.
Deine präsente Energie zählt mehr als Perfektion.
Ein einfacher Tipp: Vereinbart als Familie eine 10-Minuten-Pause, wenn’s zu viel wird.
Danach neu starten.
3. Wenn du jemanden vermisst, der heute dabei sein sollte
Trauer wird an Feiertagen oft besonders laut.
Der leere Stuhl. Die Lieder. Die Erinnerungen.
Statt alles wegzuschieben, gib dem Gefühl Raum.
Ideen zum Gedenken:
Decke einen Platz für sie
Erinnert euch gemeinsam an schöne Momente
Spielt oder sing ihr Lieblingslied
Zündet eine Kerze in ihrem Namen an
✨ Liebe verschwindet nicht. Sie ändert nur ihre Form.
Und wenn die nächste Trauerwelle kommt:
Lass sie zu.
Widerstand kostet mehr Kraft als Zulassen.
Und wie jede emotionale Welle geht irgendwann auch eine Trauerwelle zu Ende. Und danach kommt Dankbarkeit, für das was, wir erleben und haben durften.
4. Wenn du heute keine Menschen sehen willst
Du schuldest niemandem deine Anwesenheit.
Du darfst NEIN sagen. Auch kurzfristig.
Du darfst auf dich achten. Das ist kein Egoismus, sondern Selbstachtung.
Deine Energie ist kostbar. Dein Frieden ist ein Geschenk.
Schenk ihn zuerst dir selbst.
Und deine Anwesenheit dürfen sich die anderen verdienen.
Und ja, das meine ich ernst.
5. Wenn du Gastgeberin bist und kurz vorm Explodieren
An die Frauen, die alles stemmen.
Gerade in den Wechseljahren. Das hier ist für euch.
Du trägst so viel. Jeden Tag.
Und vielleicht ist dein Nervensystem einfach durch.
Du hast Ja gesagt zur Gemeinschaft. Und jetzt zerreißt es dich fast.
Bitte denk dran:
💫 Du musst es nicht perfekt machen. Nur ehrlich.
Lass das Chaos zu. Lass dir helfen. Nimm dir Pausen.
Gastgeben heißt willkommen heißen, nicht dich selbst verlieren.
Und die Menschen erinnern sich weit mehr an besondere Moment mit dir als an den Zustand deiner Wohnung...
Tipp: Mach eine 10-Minuten-Ritualpause mit deinen Gästen (siehe Kapitel 8).
🕊️ 6. Wenn du krank bist oder im Krankenhaus liegst
Oder eine Person, die du sehr gerne hast (schick ihr gerne diesen Blog)
Du bist nicht vergessen.
Auch wenn dein Körper still ist: Dein Atem verbindet dich mit allem Lebendigen.
🌬️ Was du ausatmest, brauchen die Pflanzen.
🌿 Was sie abgeben, stärkt deinen Körper.
Du gehörst dazu.
Du bist Teil des großen Ganzen.
Du bist wichtig.
Wenn du jemanden kennst, der gerade krank oder traurig ist:
📱 Schreib. Ruf an. Schick eine Sprachnachricht.
Deine Präsenz heilt.
7. Wenn du arbeiten musst
Danke für deinen Einsatz und dass du da bist.
Ob in Klinik, Pflege, Rettung, Polizei oder Supermarkt, am Krankenbett daheim...
Dein Dienst zählt.
Du machst einen Unterschied.
Vielleicht fühlt sich der Tag leer oder schwer an.
Aber für jemanden warst du heute das Licht.
Vergiss nicht, dich selbst auch zu ehren.
Tipp: Mach dir zum Feierabend ein kleines "Dankesritual" — Tee, Bad, Kerze. Etwas nur für dich.
8. Ein kleines Ritual, das alles verändern kann
Ich wollte eigentlich nicht zur Kindermette. Aber ich bin froh, dass ich gegangen bin.
Die Kinder durften vier Dinge zur Krippe bringen:
🪨 Ein Stein — für deine Schwere
🌾 Stroh — für Dankbarkeit und Wärme
🌳 🌲 Ein Zweig — für bleibende Liebe
🔦 🕯️ Eine Kerze — für Licht in der Dunkelheit
Ich war so berührt davon, ich musste weinen.
Und hab das gleich in unserer Familie umgesetzt (und wieder geweint dabei).
Es ging dabei nicht um Perfektion, sondern um wahres Innehalten, echte Dankbarkeit.
Mach das zu Hause. Für dich. Oder mit deinen Gästen.
Diese 10 Minuten bleiben vielleicht länger in Erinnerung als jedes Geschenk.
BONUS 1: Wenn du dich vom Jahresrückblick-Stress überfordert fühlst
Pläne sind toll. Fragen zur Reflexion auch. Aber nur, wenn sie dir guttun.
Falls du gerade das Gefühl hast, du müsstest unbedingt dein Jahr abschließen, Bilanz ziehen, Ziele setzen, das “beste Jahr ever” planen — und dein System ruft nur noch: “Ich will meine Ruhe!” — dann gilt:
✨ Du darfst langsamer machen.
✨ Du darfst nichts planen.
✨ Du darfst erst mal ausatmen — bevor du das Neue einatmest.
Setz dich hin. Oder leg dich hin. Atme. Nimm dir eine Auszeit von allem Müssen.
Ob du zwei Fragen beantwortest oder keine — alles ist okay. Du musst dich nicht rechtfertigen.
Was du brauchst, zählt. Und das darf gerade ganz schlicht sein.
BONUS 2: Ein sanftes Ritual für den Jahreswechsel (ohne Stress, ohne Grübeln)
Zwischen Weihnachten und Neujahr kann es still werden.
Es sind die „Rauhnächte“, die Zeit zwischen den Jahren.
Manche finden's toll, ihre Wohnung und HÄuser zu räuchern. Andere sagen: Puh… wie anstrengend.
Und dann kommen die Fragen:
Was war gut?
Was war schwer?
Was will ich im neuen Jahr anders machen?
Fragen sind toll — wenn sie dir guttun.
Aber sie sind keinen Marathon wert, kein Tag im Kopf‑Loop, kein Stressprogramm.
Deshalb hier ein ganz einfacher, 5‑Minuten‑Ritual‑Ansatz — inspiriert von Mel Robbins’ Arbeit mit Zeit, Fokus und Nervensystem‑Beruhigung:
✨ Das Geheimnis ist nicht „tiefer nachdenken“, sondern „punkten statt grübeln“.
Kurz. Klar. Ohne Drama. In Stille.
Nimm dir jeweils nur 5 Minuten für jede Frage.
Setz einen Timer. Atme tief. Einfach, kurz, kraftvoll.
📌 1) Was waren die Tiefpunkte dieses Jahres?
Tipp: Erlaube dir, sie zu sehen — ohne in ihnen zu leben.
5 Minuten. Timer an.
Notiere nur Schlagworte:
Zum Beispiel: „Überforderung im Februar“, „Einsamkeit im Juli“.
Dann atme aus.
Sag dir:
„Ich sehe dich. Du warst echt. Du hast es geschafft, weiterzumachen. Gut so.“
📌 2) Was waren die Höhepunkte?
Tipp: Suche sie nicht krampfhaft —es muss nichts Großes gewesen sein... erinnere dich an Momente, die dich haben lächeln lassen.
5 Minuten.
Schreib kurze Stichworte:
„Kaffee im Frühling“, „Tanz im Wohnzimmer“, „Umarmung am Abend“.
Spüre, wie sich dein Körper leicht entspannt und ein Lächeln in dein Herz kommt dabei.
📌 3) Was hast du dieses Jahr gelernt?
Tipp: Nicht große Lebensweisheiten... sondern konkrete, kleine Wahrheiten:
„Ich brauche Pausen.“
„Ich darf Nein sagen.“
„Ich bin liebevoller, als ich dachte.“
5 Minuten.
Nur kurze Sätze.
Und dann:
Kurze Schulterentspannung.
Du machst das gut.
📌 4) Was wirst du aufhören zu tun?
Tipp: Nicht „was ich nicht schaffen kann“, sondern was mir Energie raubt.
5 Minuten.
Schreibe:
„Mich vergleichen.“
„Alles perfekt machen wollen.“
„Warten, bis ich motiviert bin.“
Und dann:
Schreib daneben:
„Ich lasse das los.“
Sag es laut.
Erlaube dir das Loslassen.
📌 5) Was wirst du anders machen?
Tipp: Ich meine kleine Dinge statt überfordernde Projektpläne.
5 Minuten.
Schreibe:
„Täglich 5 Minuten atmen.“
„Mit einem Freund sprechen.“
„Rituale, die mich nähren.“
Diese kleinen Gewohnheiten sind es, die dich tragen.
📌 6) Was wirst du beginnen?
Tipp: Nicht „groß und perfekt“, sondern „sanft und möglich“.
5 Minuten.
Schreib nur eine Sache:
„Mehr Stille am Morgen.“
„Weniger Social Media nach 20 Uhr.“
„Ein wöchentlicher Spaziergang.“
Dann leg den Stift weg.
Lass es sein.
Und atme.
🕯️ Tipps, damit dich dieses Ritual wirklich trägt, nicht stresst
🟣 Setze einen Timer (5 Minuten pro Frage).
Wenn der Timer klingelt — Schluss. Einfach Schluss.
Das ist ein Rhythmus, kein Marathon.
🟣 Mach es an einem ruhigen Ort.
Mit Tee. Vielleicht Kerzenlicht. Ohne Klänge, die dich ablenken.
🟣 Nicht „tiefgründig“ denken.
Nur wahr, nur kurz, nur ehrlich.
🟣 Kein Druck, keine Erwartung.
Wenn heute null Fragen sind — auch gut.
Kein Zwang. Kein Muss.
🌟 Warum das wirkt (und nicht überfordert)
Unser Nervensystem reagiert sofort, wenn wir einfach:
✔️ einen Timer setzen
✔️ ganz kurz beginnen
✔️ aufhören, wenn’s gut ist
Das bricht die Stress‑Schleife.
Das stoppt das Grübeln.
Das bringt Fokus statt Frust.
Und das Beste daran?
Du musst nicht alles erklären.
Du musst nicht perfekt reflektieren.
Du kannst nur klar atmen und ehrlich hinschauen.
Das ist genug.
Wie fühlst du dich nun mitten in deinen Feiertagen?
Welche Tipps waren hilfreich und kannst du umsetzen?
Ich will es wissen, schreib mir!
Weiterführende Hilfestellungen für dein mentales Wohlbefinden:
Finde heraus, welcher deiner Lebensbereiche gerade am meisten nach Balance rufen und wie und wo du ansetzen kannst... 👉 Mach hier mein Quiz fürs mentale Wohlbefinden, dein erster wichtiger Schritt zu mehr innerer Ruhe und Lebensfreude.
Blog Selbstfürsorge ist kein Luxus: So findest du im Alltag wieder Zeit für dich https://aufbluehenmitkatrin.com/post/das-ist-kein-luxus-sondern-not-wendig
Hier geht es zu meinem Workshop für mehr Mentales und Finanzielles Wohlbefinden. Ich bin so dankbar, dass ich durch meinen Einsatz in der globalen Bewegung fürs Mentale Wohlbefinden jeden Monat drei Fülleplätze in meiner therapeutischen Praxis vergeben kann an Menschen, die im Moment nicht arbeitsfähig sind.
Nun bist du dran... Denn es gibt nichts Gutes, außer wir tun es 👍
Wenn du dazu noch Fragen oder Anregungen hast, ich bin gerne für dich da.
In tiefer Verbundenheit und mit herzlichen Grüßen aus dem bayrischen Wald,
Katrin Beitel

PS: Komm gerne auch in unsere Community „Die Zukunft des mentalen Wohlbefindens“, dort zeige ich dir neben vielen Tipps auch meine Lieblings-Produktlinie fürs mentale Wohlbefinden für die ganze Familie... 👉 Hier geht’s zur Gruppe - bitte beantworte alle Fragen und gib KATRIN BEITEL als Person an, die dich eingeladen hat (sonst lassen sie dich nicht rein...)
